| Der Bienenzuchtverein Pfinztal e.V. wurde im Jahr 1919 gegründet. Die Tradition der Bienenhaltung in unserer Region ist jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich älter und reicht vermutlich viele Generationen zurück.Wenn die meisten Menschen an Bienen denken, fällt ihnen zuerst der Honig ein. Für viele erschöpft sich darin die Verbindung zu den Bienen: Sie sehen sie vor allem als Lieferanten des Naturproduktes Honig. Honig ist aber nur eines von mehreren Ergebnissen der Bienenhaltung.Ein Bienenvolk stellt außerdem andere wertvolle Stoffe her, zum Beispiel Wachs, das unter anderem für Kerzen und in der Kosmetik verwendet wird, und Propolis, das wegen seiner schützenden und pflegenden Eigenschaften geschätzt wird. Die wichtigste Leistung der Bienen ist jedoch nicht direkt sichtbar: Es ist ihre Bestäubungsarbeit an blühenden Nutzpflanzen und Wildpflanzen. Durch das Bestäuben sorgen die Bienen dafür, dass viele Pflanzen Früchte und Samen bilden können. Damit tragen sie wesentlich zur Vielfalt der Natur und zur Erzeugung unserer Lebensmittel bei. |
Mit unserer Internetseite möchten wir Menschen ansprechen, die sich für die Imkerei und für die Produkte aus dem Bienenvolk interessieren. Sie sollen sich hier informieren können und eine einfache Möglichkeit haben, mit uns in Kontakt zu treten.
Der Verein (VR 500157) hat seinen Sitz in Keltern im Enzkreis. Er ist Mitglied im Landesverband Badischer Imker e.V. In der Gemeinde Keltern besitzt der Verein außerdem eine eigene Belegstelle (einen speziellen Ort zur gezielten Königinnenzucht).
Die Mitglieder unseres Vereins wohnen in 3 Gemeinden mit insgesamt 8 Ortsteilen. Stand März 2026 hat der Verein 130 Mitglieder. Zusammen betreuen sie über 770 Bienenvölker,1 und zwar nicht nur im direkten Vereinsgebiet. Bei der Gründung des Vereins waren es noch 79 Imkerinnen und Imker.
Die Bienenhaltung ist ein besonderes Hobby. Wer es nicht haupt- oder nebenberuflich macht, merkt schnell: Es unterscheidet sich stark von vielen anderen Freizeitbeschäftigungen.
Zum einen gibt es feste Zeiten, zu denen die Arbeit an den Bienen erledigt werden muss. Zum anderen ist die Imkerin oder der Imker immer eng mit der Natur verbunden und von ihr abhängig – vom Wetter, von der Blüte und vom Jahreslauf.
Ein Bienenhalter kann nicht einfach sagen: „Ich mache jetzt ein paar Monate Pause und kümmere mich später wieder um meine Tiere.“ Imkerin oder Imker ist man das ganze Jahr über.
Die Biene ist ein „Haustier“, das trotz Zucht und moderner Technik seinen ursprünglichen, „wilden“ Charakter behalten hat. Imkerinnen, Imker und ihre Bienen sind immer Teil des natürlichen Kreislaufs.
Eine Besonderheit gibt es: Das Bienenjahr beginnt nicht am 1. Januar, sondern nach der Sommersonnenwende. Seinen Höhepunkt hat es im Frühjahr und Frühsommer.
Imkerinnen und Imker brauchen keinen Trainer, sie bilden keine Mannschaft und nehmen auch nicht an Meisterschaften teil. Was sie aber unbedingt brauchen, ist der Austausch von Erfahrungen mit anderen. Genau das bietet unter anderem der Imkerverein seinen Mitgliedern.
Im § 2 der Satzung des Vereins wurde festgelegt, dass
die Förderung der Bienenzucht und Bienenhaltung auf allen Gebieten
das Ziel des Vereins ist.
Erreicht werden soll dieses Ziel durch:
- Abhalten von Versammlungen und Kursen
- Förderung der Zuchtbestrebungen und des Wanderwesens
- Verbesserung der Bienenweide und des Beobachtungswesens
- Bekämpfung der Bienenkrankheiten
- Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege
- Aufklärung der Allgemeinheit über die Bedeutung der Bienenzucht
- Zusammenarbeit mit Land und Forstwirtschaft, Obstbau und Pflanzenschutz
- Beratung und Unterstützung der Mitglieder in allen imkerlichen Fragen.
Auch das Internet und seine Möglichkeiten sollen dazu genützt werden, diese Ziele zu erreichen.